Stockum-Düren


Heimatkunde eines Vorortes der Stadt Witten

Jürgen Dodt

Stockum-Düren

ISBN 978-3-929158-30-4
Bestellnr.: 00-30
192 Seiten - Format 21 x 29,7 cm
rund 90 teilw. farbige Abbildungen, Tabellen und Karten, gebunden
EUR 19,95
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LESEPROBE :


Zum Inhalt:

Jürgen Dodt - Stockum-Düren

Bei Leserinnen und Lesern, die vor vierzig Jahren und mehr eingeschult wurden, wird das Stichwort „Heimatkunde“ schöne, vielleicht auch weniger schöne Erinnerungen an die ersten Klassen ihrer Schullaufbahn wecken: an das Unterrichtsfach Heimatkunde. Hier haben sie sich, oft mit selbst erstellten Kartenskizzen, schrittweise ihren engeren und weiteren Lebensraum erarbeitet – vom Klassenzimmer und dem Schulgebäude über die unmittelbare Umgebung der Schule zum Dorf sowie zur Stadt und Region. Sie haben in diesem räumlich-geographischen Rahmen wesentliche Bausteine und Merkmale der naturräumlichen Ausstattung: die Böden und Bodenschätze, das Klima, typische Pflanzen und Tiere, aber auch die Landwirtschaft und den Bergbau kennengelernt. überdies wurden ihnen üblicherweise besondere Ereignisse der Heimatgeschichte sowie orts- und regionsbezogene Sagen und Legenden vermittelt. Nun ist „Heimatkunde“ aber keineswegs nur ein überkommenes, inzwischen als „überholt“ angesehenes Schulfach, sondern in Form lokaler bzw. regionaler Studien von jeher auch ein legitimes und durchaus auch anspruchsvolles Tätigkeitsfeld geographischer und geschichtlicher Forschung. So sind beispielsweise im Laufe der Jahre etliche Arbeiten veröffentlicht worden, die sich mit der Geographie bzw. einzelnen geographischen Erscheinungen und Merkmalen der Stadt Witten auseinandergesetzt haben. Und es gibt eine bemerkenswerte Fülle unterschiedlichster Untersuchungen und Publikationen zur Stadtgeschichte. In einigen dieser Publikationen, insbesondere geschichtlichen, sind auch Stockum und Düren erwähnt bzw. – vereinzelt – etwas ausführlicher behandelt worden. Darüber hinaus liegt über beide auch eine Reihe eigenständiger Veröffentlichungen vor. Ein Teil davon ist jedoch bereits vor Jahren oder vor Jahrzehnten erschienen und daher zwangsläufig nicht auf neuerem oder gar neuestem Stand. Zudem handelt es sich bei den meisten Veröffentlichungen um relativ kurze Aufsätze, die kaum größl;ere Zusammenhänge aufzeigen (können). Und thematisch beschäftigen sich die meisten der vorliegenden Beiträge ausschließl;lich oder überwiegend mit Fragestellungen der Ortsgeschichte. Arbeiten zur Geographie von Stockum-Düren einschließl;lich ihres Gemarkungsgebietes sind dagegen kaum vorhanden. Insbesondere gibt es bislang keine Darstellung, die über einzelne geographische Erscheinungen und Sachverhalte hinaus die geographischen Gegebenheiten in Stockum-Düren und Umgebung in ihrer Gesamtheit und ihren Zusammenhängen darstellt. Bei dieser offenkundigen Lücke setzt die vorliegende Heimatkunde an. Sie soll eine – im engeren Wortsinn – „Heimat-Kunde“ von Stockum-Düren sein, welche die grundlegenden und prägenden natur- wie kulturlandschaftlichen Elemente in ihrem räumlichen Neben- und Miteinander sowie ihren vielfältigen wechselseitigen Beziehungen beschreibt. Dabei ist allerdings immer wieder auch der Frage nachzugehen, wann und wie sich die heutigen geographischen Gegebenheiten entwickelt haben. So werden vor allem im Zusammenhang mit der Darstellung der kulturräumlichen Verhältnisse und Strukturen auch geschichtliche Kräfte und Prozesse behandelt, sofern diese direkt oder indirekt raumwirksam waren. Mit anderen Worten: Sachlich-fachlich ist diese „Heimatkunde“ hauptsächlich zwar geographisch ausgerichtet. Sie geht aber auch auf geschichtliche Aspekte ein, verzichtet allerdings auf die Wiedergabe lokaler Sagen und Legenden oder die Beschreibung überlieferter Sitten und Gebräuche, wie sie etwa bei Barth (1928) oder vereinzelt auch bei Giersch (1979 ff.) zu finden sind. Kurz: Sie ist eine „geographisch-geschichtliche Heimatkunde“. Insgesamt erhebt die Darstellung nicht den Anspruch, eine geographisch-geschichtlich strikt wissenschaftliche Abhandlung für Fachleute5 zu sein. Vielmehr richtet sie sich an interessierte Laien, an Leser und Leserinnen, die in Stockum-Düren aufgewachsen sind, hier wohnen oder früher gewohnt haben, hier arbeiten oder am Vereinsleben teilnehmen, denen Stockum-Düren auf die eine oder andere Weise „Heimat“ (geworden) ist. Sie soll bei alteingesessenen Ortseinwohnern Erinnerungen wecken, vielleicht auch diese und jene Erinnerungslücke schließl;en. Und Zugezogenen soll ihr (neuer) Wohnort in seinen charakteristischen raumzeitlichen Gegebenheiten und Besonderheiten vorgestellt werden.




Inhaltsübersicht

Vorwort 10

1 Heimatkunde – Was dieses Buch soll und wie es gegliedert ist

2 Stockum-Düren stellt sich vor – eine Porträtskizze zur Einführung

3 Stockum-Düren im Naturraum
3.1 Naturräumliche Lage und Oberflächengestaltung
3.2 Geologische Entwicklung und Untergrund
3.3 Böden
3.4 Klima
3.5 Vegetation

4 Siedlungs- und Einwohnerentwicklung: vom Weiler zum Wohnvorort
4.1 Die Anfänge
4.2 Die Entwicklung vom Hochmittelalter bis zum frühen 19. Jahrhundert
4.3 Die Entwicklung vom frühen 19. Jahrhundert bis zur Eingemeindung nach Witten (1929)
4.4 Die Entwicklung seit den 1930er und in den Nachkriegsjahren

5 Wirtschaftsentwicklung
5.1 Land- und Waldwirtschaft
5.1.1 Naturräumliche Grundlagen, Anfänge und frühe Entwicklung der Landwirtschaft
5.1.2 Die Entwicklung der Landwirtschaft vom 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg
5.1.3 Die Entwicklung der Landwirtschaft in den Weltkrieg-Jahrzehnten
5.1.4 Die Entwicklung der Landwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute
5.1.5 Die Waldwirtschaft heute

5.2 Steinkohlenbergbau
5.2.1 Geologische Grundlagen des Bergbaus
5.2.2 Anfänge und frühe Entwicklung des Bergbaus
5.2.3 Die Entwicklung des Bergbaus im 19. und frühen 20. Jahrhundert
5.2.4 Der Bergbau nach dem Zweiten Weltkrieg
5.2.5 Zur Bedeutung des Bergbaus für Stockum-Düren

5.3 Industrie und Handwerk
5.3.1 Industriebetriebe
5.3.1.1 Steinbrüche und Ziegeleien
5.3.1.2 Metallverarbeitende Betriebe
5.3.1.3 Sonstige Betriebe des produzierenden Gewerbes
5.3.2 Handwerk

5.4 Handel und Dienstleistungen

5.5 Zur Bedeutung der Wirtschaft für die Entwicklung von Stockum-Düren
6 Die Entwicklung der sozialen Infrastruktur
6.1 öffentliche Dienstleistungseinrichtungen und Dienstleistungen
6.1.1 Die öffentliche Verwaltung
6.1.2 Feuerwehr und Postwesen
6.1.3 Schul-, Erziehungs- und Bildungswesen
6.1.3.1 Schulwesen
6.1.3.2 Kindergärten
6.1.3.3 Die Stadtteilbücherei

6.2 Die Kirchengemeinden
6.2.1 Die evangelische Kirchengemeinde
6.2.2 Die katholische Kirchengemeinde
6.2.3 Die neuapostolische Kirchengemeinde

6.3 Freizeit- und Erholungseinrichtungen

7 Stockum-Düren in der Zukunft – Planungen und Perspektiven
Heimatlied: Stockum - Mein Heimatdorf

8 Quellen und weiterführende Literatur

9 Anmerkungen





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